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Wie gefährlich sind Krankheiten durch Mäuse?

Die durch Mäusebefall angerichteten Schäden in Wohnhäusern beschränken sich in den meisten Fällen zwar auf Lebensmittelvorräte, Einrichtungsgegenstände, Kabel und andere elektrische Anlagen, doch sind auch Krankheiten durch Mäuse leider keine Seltenheit. Daher möchten wir Sie in nachfolgendem Artikel über die Folgen der Gesundheitsschädlinge aufklären.

Ungeziefer und die Folgen für die Psyche

Eine Mäuseplage im eigenen Haus ist zunächst einmal eine äußerst unangenehme Angelegenheit für die Betroffenen.  Neben Furcht vor den Tieren entsteht schnell ein Schamgefühl gegenüber anderen Personen, da der Befall von Mäusen und anderem Ungeziefer in unserer Gesellschaft mit mangelnder Hygiene und Sauberkeit gleichgesetzt wird. Selbstverständlich muss dies nicht der ausschlaggebende Punkt sein, auch ein reichhaltiges Futterangebot sowie der Schutz vor Kälte im Winter können die Tiere veranlassen, Unterschlupf in einem Wohnhaus zu suchen.

Das entstandene Schamgefühl kann sich dabei negativ auf die Psyche der betroffenen Person auswirken, weshalb bei ersten Anzeichen eines Mäusebefalls unbedingt Gegenmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Nur so kann das Risiko der Übertragung weiterer Krankheiten durch Mäuse minimiert werden.

Woran erkennen Sie einen Mäusebefall

Wenn Sie die Ansteckung mit Krankheiten durch Mäuse verhindern möchten, sollten Sie insbesondere Kellerräume, in denen beispielsweise Feldfrüchte (Kartoffeln, Rüben, Karotten), Obst und andere Lebensmittel gelagert werden, regelmäßig inspizieren. Da den Tieren hier ein reichhaltiges Nahrungsangebot präsentiert wird, werden Sie hier garantiert auch Kot und andere Spuren der Nager finden.

In Altbauten können sich Mäuse meist ungestört vom Menschen in Hohlräumen zwischen den Wänden oder der Decke fortbewegen und verstecken. Zugänge zu diesem Gangsystem können beispielsweise durch vorhandene Kratz- und Nagespuren in der näheren Umgebung identifiziert werden. Fraßspuren finden sich bei einem Mäusebefall ebenfalls an Einrichtungsgegenständen aus Holz oder Kunststoff, Rückwänden von Küchenschränken, Aufbewahrungsboxen, Kabeln und vielem mehr. Halten Sie bei einem Verdacht auf einen Schädlingsbefall also die Augen nach diesen Merkmalen offen und schützen sich so gegen eventuelle Krankheiten durch Mäuse.

Welche Krankheiten durch Mäuse können übertragen werden?

Insbesondere die Hausmaus, mit denen der Mensch wohl am häufigsten in Kontakt kommt, gilt als Gesundheitsschädling und Überträger von Krankheiten durch Mäuse. Vor allem der Mäusekot, der bei einer Schädlingsplage nahezu ohne Unterlass produziert wird, trägt zahlreiche Viren und Bakterien, die auf den Menschen übertragen werden können. Die Maus selbst muss von dieser Krankheit dabei nicht einmal betroffen sein, Krankheiten durch Mäuse können auch von gesunden Tieren übertragen werden.

Typische übertragene Krankheiten durch Mäuse sind unter anderem diese:

  • Typhus
  • Partatyphus
  • Tularämie (Nagerpest)
  • Dermatomykose (Kopfgrind)
  • Weil’sche Gelbsucht

Weiterhin treten Mäuse ebenfalls als Träger verschiedener Parasiten in Erscheinung, die bei einem Mäusebefall ebenfalls auf den Menschen übergehen können.

Wie findet die Übertragung statt?

Die Übertragung von Krankheiten durch Mäuse Bisse macht nur einen geringen Prozentsatz der möglichen Übertragungswege aus. Zum einen ist hierfür die Scheu der Tiere zu groß, die in der Regel umgehend die Flucht ergreifen, wenn sich der Mensch nähert. Zum anderen hält auch der Mensch aus Ekel und Furcht für gewöhnlich Abstand von wilden Mäusen, so dass diese Gefahr nur sehr gering ist.

Häufiger hingegen ist die Ansteckung mit Krankheiten durch Mäuse über von Kot, Speichel und Urin verunreinigte Lebensmittel. Besteht beispielsweise der Verdacht, dass eine Vorratsbox mit Getreide als regelmäßige Anlaufstelle für die Tiere bei der Nahrungssuche genutzt wird, sollte unbedingt der gesamte Inhalt vernichtet werden. Da Kot und Urin auch Stellen erreichen, mit denen die Tiere keinen direkten Kontakt hatten, kann die Gefahr einer Ansteckung mit Krankheiten durch Mäuse nicht ausgeschlossen werden. Als sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten haben sich Behälter aus Glas oder Metall etabliert, Kartonagen oder auch PVC stellen für die Nager hingegen kein Hindernis dar.

Die im Mäusekot enthaltenen Bakterien und Viren werden außerdem zu einem großen Teil über die Luft übertragen. Auf diesem Weg kann eine Übertragung von Krankheiten durch Mäuse allein durch das Ausfegen eines von Schädlingen befallenen Raumes (bspw. Keller, Scheune, Dachboden) geschehen, wenn der aufgewirbelte Staub in die Atemwege gelangt. Falls der Mäusebefall zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt ist, sollten unbedingt entsprechende Schutzutensilien, wie Atemmasken und Handschuhe, getragen werden. Selbiges gilt auch für die Entfernung von Tierkadavern.

Die Folgen von Krankheiten durch Mäuse minimieren

Besteht der Verdacht, dass Sie sich mit Krankheiten durch Mäuse infiziert haben, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Je nach Krankheit kann sich dies zum Beispiel durch hohes Fieber oder grippeähnliche Symptome bemerkbar machen. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können sich darüber hinaus auch Folgeschäden einstellen oder weitere Personen aus dem Umfeld des Erkrankten mit Krankheiten durch Mäuse angesteckt werden.

Präventivmaßnahmen, die zum Schutz vor Krankheiten durch Mäuse ergriffen werden können, wurde im Laufe dieses Artikels bereits näher beschrieben. Zusammenfassend sollten Sie regelmäßig sämtliche Lagerräume nach Spuren der Tiere absuchen und umgehend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es sich um einen großen Befall handelt. Bei der eigenen Beseitigung von Kot und Tieren empfiehlt sich das Tragen entsprechender Schutzkleidung.