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Mäuse im Haus: effektiv Mäuse fangen

Mäuse im Haus sind ein absolutes Ärgernis. Die kleinen Nagetiere sorgen oftmals nicht nur für angefressene Lebensmittel, sondern richten darüber auch Schäden an Möbelstücken im Wohnbereich oder an eingelagerten Kisten und Kartons im Keller oder auf dem Dachboden an. Im Internet kursieren diverse Tipps und Ratschläge zum Thema Mäuse fangen, auch einige Hausmittel sollen helfen. Doch welche sind wirklich effektiv?

Woran Mäuse im Haus erkannt werden können

Mäuse im Haus finden

Mäuse hinterlassen spuren

Da Mäuse im Haus und in der Wildnis äußerst scheue und vorsichtige Tiere sind, vermeiden sie den Kontakt mit Menschen so gut es geht. Sobald sie Stimmen oder Schritte hören, wird schnellstmöglich das nächstgelegene Versteck aufgesucht. Hausbewohner merken im ersten Moment vermutlich also gar nicht, dass sich ein ungeliebter Untermieter eingenistet hat.

Mäuse im Haus bleiben aber nicht für immer unentdeckt, dafür hinterlassen die Schädlinge mit der Zeit zu viele auffällige Spuren. Ein Befall kann beispielsweise durch Nagespuren an Küchenschränken und anderen Holzmöbeln oder Kratzgeräusche zwischen den Wänden oder in der Decke identifiziert werden. Auch Kot- und Urinspuren an schwer einsehbaren Stellen – hinter Schränken und Heizungen beispielsweise – sind eindeutiger Hinweis für Mäuse im Haus.

Mäuse fangen um weitere Schäden zu vermeiden

Zu guter Letzt gelten auch angefressene Lebensmittel und Verpackungen als Indiz. Hierbei gilt, dass die betroffenen Nahrungsmittel restlos vernichtet werden müssen und nicht mehr zum Verzehr geeignet sind. Als Gesundheits- und Hygieneschädlinge können Mäuse – wie Ratten übrigens auch – Krankheiten über Speichel und Exkremente übertragen. Diese können für den Menschen mitunter sehr gefährlich sein, weswegen schon beim kleinsten Verdacht unbedingt Vorsicht geboten ist.

Angenagte Kabel

Angenagte Kabel

Weniger offensichtliche Schäden hinterlassen Mäuse außerdem an den Kabeln elektrischer Geräte und Einrichtungen. Im schlimmsten Fall kann hier sogar ein echtes Sicherheitsrisiko entstehen, zumindest aber sind defekte Geräte überaus lästig. Daher sollte das Mäuse Fangen bereits beim ersten Anzeichen mit der nötigen Konsequenz betrieben werden, denn aus nur einem Mäusepaar kann innerhalb kürzester Zeit bereits eine kleine Population entstehen.

Mäuse im Haus effektiv bekämpfen

An dieser Stelle möchten wir darauf aufmerksam machen, dass das Mäuse Fangen mittels Schlag- oder Käfigfalle nicht artgerecht und mit dem Tierschutzgedanken vereinbar ist. Zudem können hierdurch Gefahren für kleine Kinder und Haustiere entstehen, die unachtsam den Fangmechanismus der Falle auslösen. Aus diesem Grund werden diese Möglichkeiten nachfolgend nicht näher erläutert, stattdessen auf alternative Fangmethoden hingewiesen, die das Leben der Mäuse bewahren.

Als besonders effektiv haben sich in diesem Zusammenhang Lebendfallen in Form von Drahtkastenfallen gegen Mäuse im Haus erwiesen. Diese können zum günstigen Einkaufspreis im Fachhandel erworben oder mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst gebaut werden. Lebendfallen bestehen in der Hauptsache aus einer Holz- oder Pressspanplatte, auf die ein Metallkäfig mit einseitiger Öffnung montiert wird. Dieser ist groß genug, um ausreichend Bewegungsfreiheit und Sauerstoff für das gefangene Tier bereitzustellen.

Innerhalb der Drahtkastenfalle befindet sich der Fangmechanismus, der beispielsweise mit Käse, Speck, Schokolade oder einem süßen Brotaufstrich ausgestattet werden kann. Sobald die Maus nach dem Köder im Inneren greift, löst der Mechanismus aus und verschließt die einzige Öffnung des Käfigs im Bruchteil einer Sekunde. Hierdurch hat die Maus keine Chance mehr, nach außen zu entkommen.

Wer auf diese Art und Weise Mäuse fangen will, sollte allerdings einige grundlegende Aspekte beachten. Zum einen muss die Lebendfalle gegen Mäuse im Haus ausreichend groß dimensioniert sein, damit es beim Zuschnappen des Verschlusses nicht zu Quetschungen oder der Abtrennung von Gliedmaßen kommt. Wer eine Lebendfalle selber bauen will, sollte dies bei der Planung unbedingt berücksichtigen. Zudem müssen aufgestellte Fallen regelmäßig kontrolliert werden, da zum einen nur ein begrenztes Futterangebot zur Verfügung steht und die in die Enge getriebenen Mäuse im Haus schnell in Panik geraten können.

Aus diesem Grund sollte man nach dem Mäuse Fangen auch entsprechend vorsichtig sein, wenn die Tiere einige hundert Meter vom eigenen Haus entfernt wieder in die Wildnis entlassen werden. Im Handel erhältliche Drahtkastenfallen sind aus diesem Grund so designet, dass ein Kontakt zwischen Mensch und Tier in der Regel ausgeschlossen ist.

Sinnvolle Alternative zur Drahtkastenfalle

Wer über wenig handwerkliches Geschick verfügt und kein Geld für die oben beschriebene Drahtkastenfalle ausgeben will, kann alternativ auch mit deutlich weniger Aufwand Mäuse fangen. Gegen Mäuse im Haus hilft beispielsweise auch ein einfacher Eimer, in dem ein verlockender Köder platziert wird. Der Zugang zum Rand des Eimers erfolgt für die Tiere über eine Leiter oder eine selbstgebastelte Treppe, anschließend bleibt ihnen nichts weiter als der Sprung in den Eimer übrig, wenn sie an die Leckerei gelangen möchten.

Um die Falle noch effektiver zu gestalten, können nachfolgende Tipps beachtet werden. Zum einen kann auch die Treppe mit kleinen Köderstück versehen werden, so dass die Tiere einen Anreiz haben, hinauf zu laufen. Natürlich nicht so viel, dass die Mäuse im Haus bereits nach dem ersten Stück satt sind und wieder verschwinden, aber eben auch mindestens so viel, dass sich der Aufwand für die Tiere lohnt. Hier ist möglicherweise also ein wenig Übung im Umgang mit dem Köder erforderlich. Außerdem muss der Eimer an einem ruhigen Platz aufgestellt werden, damit die scheuen Nager nicht auf halbem Weg erschrecken und panisch die Flucht ergreifen.

Im Sinne des Tierschutzes ist außerdem regelmäßiges Kontrollieren der Falle von Nöten. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, die Falle über Nacht stehen zu lassen, um so möglicherweise auch mehrere Tiere zu fangen. Spätestens am nächsten Morgen sollte aber ein Kontrollgang erfolgen und gefangene Mäuse wieder ausgesetzt werden. Denn auch in diesen Fallen ist das Futterangebot nur sehr begrenzt, zudem können sich mehrere in Panik geratene Mäuse gegenseitig verletzen.

Mäuse langfristig vertreiben statt Mäuse fangen

Mauseschreck

Nager mittels Ultraschall vertreiben

Wer möglichst wenig Kontakt mit Mäusen haben möchte, wird womöglich nach Alternativen zu den beiden bisher vorgestellten Lebendfallen suchen. Falls die Tiere beim Hausbewohner also Ekel und Panikzustände hervorrufen, kann der Einsatz eines Mäuseschrecks zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Geräte solcher Art sind zumeist elektronisch betrieben und vertreiben die Tiere durch das aussenden unangenehmer Geräusche, die für den Menschen allerdings unhörbar sind. Einstiegsmodelle können bereits für wenig Geld gekauft werden und stellen die grundsätzlichen Funktionen zur Verfügung. Da ein solcher Mäuseschreck gegen Mäuse im Haus nur einen geringen Wirkbereich zur Verfügung stellt, muss er eventuell von Raum zu Raum getragen werden, bis die gesamte Population vertrieben ist. Auch für den Outdoor-Einsatz sind solche Geräte in der Regel nicht geeignet.

Höherpreisige Modelle stellen dementsprechend auch einen größeren Funktionsumfang zur Verfügung. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen erweiterten Wirkbereich, verlängerte Akkulaufzeit oder das Aussenden mehrerer Geräuschquellen und elektrischer Felder gleichzeitig handeln. Diese Geräte helfen nicht nur gegen Mäuse im Haus, sondern vertreiben gleichzeitig auch Schaben, Ratten, Käfer, Silberfische und anderes Ungeziefer.

Bekannte Hausmittel gegen Mäuse

Gegen Mäuse im Haus wird regelmäßig auch die Anwendung von Hausmitteln empfohlen. Wer derartige Mittel ohnehin im Haus hat, kann es durchaus einmal auf einen Versuch ankommen lassen, grundsätzlich gibt es aber keine Garantie für deren Effizienz. Um Mäuse zu fangen, sollte also nicht allzu viel Geld unnötig in Hausmittel investiert werden. Zu den Kräutern gegen Mäuse im Haus, die wahrscheinlich die meisten im eigenen Garten anpflanzen, gehören unter anderem Kamille und Pfefferminz. Angeblich vertragen die Mäuse deren Duft so schlecht, dass sie lieber die Flucht ergreifen. Gleiches gilt für den Duft von Oleander, Essig oder Chilischoten. Wer also keine Mäuse fangen möchte, sollte diese Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Fazit: zahlreiche Maßnahmen helfen gegen Mäuse im Haus!

Haus- und Wohnungsbesitzer, denen auch das Leben von Nagetieren am Herzen liegt, sollten grundsätzlich auf die Tötung mittels Schlagfalle oder Gift verzichten. Wie eingangs erwähnt sind diese Maßnahmen ganz und gar nicht mit den Grundgedanken des Tierschutzes zu vereinbaren. Am effektivsten gegen Mäuse im Haus erweisen sich in der Praxis Lebendfallen, die in verschiedener Form entweder selbst gebaut oder im Fachhandel gekauft werden können. Als Alternative zum Mäuse Fangen bieten sich ein sogenannter Mäuseschreck an, hier kommt es zu keinem direkten Kontakt mit den Tieren. Die Anwendung von Hausmitteln hingegen gibt keine Garantie auf zufriedenstellende Ergebnisse, kann im Bedarfsfall aber durchaus ausprobiert werden.