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Die besten Köder für Mausefallen

Die ein oder andere Maus hat sicher jeder bereits im Haus oder der Wohnung gehabt. Dies muss nicht zwingend ein Zeichen von Unsauberkeit und mangelnder Hygiene sein, in den meisten Fällen reicht bereits die Kombination aus offener Kellertür und reichhaltigem Futterangebot, um eine wohnliche Umgebung für die Nager zu schaffen. Welche Mäuseköder helfen nun aber am effektivsten, wenn man die ungeliebten Untermieter wieder loswerden will?

Helfen Speck und Käse als Mäuseköder wirklich?

Käse in eine Lebendmausefalle legen um Mäuse anzulocken

Käse nutzen um Mäuse zu fangen

Wenn man an effektive Mäuseköder denkt, kommen einem wahrscheinlich zunächst Käsewürfel in den Sinn. Schließlich wurde dieses Bild über Jahre hinweg durch TV-Serien, Comics und andere Medien geprägt. Grundsätzlich ist an Käse als Mausefalle Köder in einer Lebendfalle natürlich nichts einzuwenden, dennoch gibt es zahlreiche Nahrungsmittel, die sich in dieser Hinsicht deutlich von besser eignen.

Ähnlich verhält es sich mit Speck als Mäuseköder, auch wenn der Volksmund die Redewendung „Mit Speck fängt man Mäuse“ kennt. Hierzu sei gesagt, dass eine Maus wahrscheinlich nie ein saftiges Stück Speck oder einen herzhaften Käsewürfel verschmähen wird, wenn sie freien Zugang zu diesen Leckereien hat. Dennoch dürfte wahrscheinlich nur eine sehr geringe Anzahl der vorsichtigen Tiere bei diesem Mäuseköder in die Falle gehen. Meist bietet die Umgebung deutlich feinere Speisen, bei denen keine Gefahr der Gefangennahme besteht. Doch welche Köder für Mausefallen helfen nun wirklich?

Süßes lockt die kleinen Nager an

Einem Stück leckerer Schokolade können nur die wenigsten Menschen widerstehen, warum sollte sich dies also bei Tieren anders verhalten? Den Umstand, dass auch Mäuse gerne Süßes naschen, sollten sich Hausbesitzer also zu Nutze machen und die Lebendfalle mit einem Stück Schokolade als Mäuseköder ausstatten. Milchschokolade erzielt dabei in der Regel bessere Ergebnisse als Bitter- oder Zartbitterschokolade. Letztgenannte Sorten haben einen höheren Kakaoanteil, wodurch die Schokolade herber und weniger süß schmeckt. Zu beachten ist außerdem, dass Lebendfallen mit Schokolade als Mäuseköder regelmäßig kontrolliert werden sollten, da dieser Köder nur für einen begrenzten Zeitraum haltbar ist.

Es gilt: je klebriger und süßer, desto besser

Damit hätten wir geklärt, dass auch Mäuse sich nur schwerlich einer kleinen Nascherei erwehren können. Schokolade als Mäuseköder in der Lebendfalle funktioniert also. Doch geht es noch effektiver? Klare Antwort: es geht!

Hauptverantwortlich für die Süße in der Schokolade ist bekanntlich der Zucker. Daher kommen insbesondere Lebensmittel mit sehr hohem Zuckeranteil als Mausefalle Köder in Frage. Der beliebte Brotaufstrich „Nutella“ dürfte wahrscheinlich in einem Großteil der Haushalte zu finden sein. Mit seinen rund 56g Zucker pro 100g Nuss-Nugat-Creme ist nicht nur ein süßes Geschmackserlebnis für Erwachsene und Kinder vorprogrammiert. Auch Nager können Nutella als Mäuseköder kaum widerstehen und werden garantiert in großer Zahl in der Falle landen.

Die etwas zähflüssige Konsistenz des Brotaufstrichs eröffnet gleichzeitig einen weiteren Vorteil. Während Mäuse ein Stück Schokolade theoretisch schnell schnappen und verschwinden könnten, bevor der Fangmechanismus der Lebendfalle auslöst, müssen sie beim Verzehr von Nutella als Mausefalle Köder direkt vor Ort verbleiben. Ist die Maus dann einmal gefangen, kann sie problemlos in den nächsten Wald transportiert und dort in die Wildnis entlassen werden.

Auch andere Brotaufstriche erfüllen ihren Zweck als Mäuseköder

Schokoaufstrisch als Mäuseköder in einer Mausefalle verwenden

Schokoaufstrich als Mäuseköder

Nutella und andere Nuss-Nugat-Cremes sind allerdings nicht die einzigen Brotaufstriche, die als Mäuseköder genutzt werden können. Für erstklassige Fangergebnisse sorgt beispielsweise auch Rübensirup, der nahezu in allen gut sortierten Lebensmittelmärkten zum Verkauf angeboten wird. Mit 66g pro 100g Sirup enthält dieser Mäuseköder sogar nochmal mehr Zucker als Nutella und stellt damit ein hochwertiges Futterangebot für Mäuse dar.

Weiterhin ist an dieser Stelle auch Erdnussbutter als Mäuseköder zu nennen, obwohl das bisherige Argument des hohen Zuckergehaltes auf dieses Lebensmittel nicht angewendet werden kann. Denn mit durchschnittlich 9g pro 100g Erdnussbutter ist hier zwar nur vergleichsweise wenig Zucker enthalten, offensichtlich können die Nager der cremigen Konsistenz und dem intensiven Geruch nach Erdnüssen aber nicht widerstehen. Aus diesem Grund hat sich auch Erdnussbutter als Mäuseköder als äußerst effektiv erwiesen.

An dieser Stelle fragt sich der ein oder andere nun sicherlich, wie er einen Aufstrich als Mausefalle Köder in einer Lebendfalle platzieren soll. Bei einem Mäuseköder wie Käse, Speck oder Schokolade stellt sich diese Frage natürlich nicht, da hiervon ein Stück ganz einfach mit der Hand an entsprechender Stelle platziert werden kann. Aufgrund der cremig-zähflüssigen Konsistenz von Nutella, Erdnussbutter oder Rübensirup ist dies allerdings nur unter Zuhilfenahme eines Stücks Brot oder Karton möglich. Dieses wird mit dem Brotaufstrich bestrichen und kann anschließend sauber in der Lebendfalle platziert werden.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Tiere beim Verzehr dieser Köderarten möglicherweise eine kleine Sauerei in der Falle veranstalten. Nachdem die Maus in die Freiheit entlassen wurde, sollte die Falle vor der nächsten Nutzung zunächst gründlich mit Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Erst dann kann der nächste Mäuseköder darin platziert werden.

Eine weitere Alternative: Walnüsse

Walnuss als alternativer Mäuseköder

Walnuss als alternativer Mäuseköder

Ein letztes Lebensmittel, welches sich hervorragend für den Lebendfang von Mäusen eignet, ist die Walnuss. Obwohl Walnusskerne keine der bisher genannten Kriterien erfüllen, sind die Nagetiere oftmals völlig verrückt danach. Die Kerne strahlen also eine besondere Anziehungskraft aus, obwohl sie weder besonders süß noch in irgendeiner Form klebrig sind. Zudem ist der Geruch – zumindest für die menschliche Nase – kaum wahrnehmbar. Walnüsse bieten zudem den Vorteil, dass diese oftmals ohnehin im Haus vorrätig sind oder sogar im eigenen Garten eingesammelt werden können. Im Idealfall verursacht dieser Mäuseköder also keine zusätzlichen Kosten.

Fazit: zahlreiche Lebensmittel können als Mäuseköder genutzt werden Die in diesem Artikel vorgestellten Lebensmittel sind sicher nicht die einzigen, die effektiv als Mäuseköder genutzt werden können. Sicher gibt es ebenso positive Erfahrungen mit anderen Lebensmitteln, auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen wurde. Ohne Zweifel lohnt es sich also, ein wenig mit den verschiedenen Mäuseködern zu experimentieren und denjenigen zu finden, der die besten Ergebnisse aufweist. Denn wie auch beim Menschen ist es bei Mäusen durchaus so, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind.