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Die 5 wichtigsten in Deutschland heimischen Mausarten

Nachfolgend haben wir hier eine Übersicht der bedeutendsten Mausarten zusammengestellt, die hierzulande sowohl in Häusern, Garagen und Scheunen als auch angrenzenden Acker-, Wald- und Wiesenflächen leben. Es kann durchaus zu Abweichungen zwischen den Bildern und den jeweiligen Mausearten kommen. Aus diesem Grund haben wir Ihnen noch einen Wikipedialink bereitgestellt, wo Sie sich noch einmal genauer über die jeweilige Mausearten informieren können.


Brandmaus

Brandmaus

Brandmaus

Die Brandmaus (lat. Apodemus agrarius) gehört zu den kleineren Vertretern der Familie der Langschwanzmäuse und ist insbesondere durch ihren charakteristischen schwarzen Strich auf der Rückenmitte von anderen Mausarten zu unterscheiden.

Aussehen

Neben dem schmalen Streifen auf dem Rücken (sog. Aalstrich) ist die Brandmaus insbesondere durch die rotbraune Oberseite gut zu erkennen, die Unterseite ist grauweiß. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 115 mm, der Schwanz ist in der Regel zwischen 60 und 92 mm lang. Das Gewicht liegt bei 14 bis 36 g.

Lebensraum

Die überwiegend tagaktiven Tiere bewohnen bevorzugt feuchte Wiesen, lichte Wälder, Waldränder, Gebüsch und Röhricht, wo sie ein großes Nahrungsangebot finden und sich optimal vor Fressfeinden verstecken können. Durch das stetige Vordringen des Menschen in den Lebensraum der Brandmaus ist diese aber immer öfter auch in Parkanlagen und Gärten zu finden, im Winter ebenfalls in Scheunen und Garagen. Der kleine Schädling ist insbesondere für die Landwirtschaft bedeutend, wo große Gruppen beträchtliche Schäden auf Anbauflächen verursachen können.

Wikipedia : Brandmaus


Feldmaus

Feldmaus

Feldmaus im freien

Zu einem der für die Landwirtschaft bedeutendsten Schädlinge zählt in Deutschland zweifelsohne die Feldmaus (Microtus arvalis). Die Weibchen der im Sommer tagaktiven Tiere erreichen bereits nach 20 Tagen die Geschlechtsreife und bringen pro Wurf bis zu acht Jungtiere zur Welt. Da bis zu 15 Würfe pro Jahr stattfinden können, erreichen Feldmauspopulationen rasch riesige Ausmaße.

Aussehen

Die Feldmaus ist durch die Ähnlichkeit zur Erdmaus leicht mit dieser zu verwechseln. Ein Unterscheidungsmerkmal ist hierbei die etwas hellere Färbung des braun- oder gelbgrauen Fells der Feldmaus. Die Tiere erreichen eine Länge von 90 bis 112 mm, der Schwanz ist mit 40 mm Länge recht kurz.

Lebensraum

Feldmäuse sind in nahezu ganz Europa und einem großen Teil Asiens zu finden. Die Populationen halten sich für gewöhnlich in der Nähe landwirtschaftlich genutzter Flächen (Wiesen, Äcker, offene Wälder) auf, wo sie ein reichhaltiges Nahrungsangebot finden. Schäden durch Feldmäuse entstehen dadurch sowohl an Feldfrüchten als auch an eingelagerten Lebensmitteln, insbesondere Getreide. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Schäden an Wiesen, Rasen- und Gartenflächen, die durch die oberirdisch angelegten Gangsysteme der Mäuse entstehen.

Wikipedia : Feldmaus


Hausmaus

Hausmaus, Maus

bsp. Bild Maus

Als einer der größten Nahrungsmittelschädlinge zählt ohne Zweifel die Hausmaus (Mus muculus). Sie ist nahezu überall auf der Welt zu finden und lebt schon seit tausenden von Jahren in Menschennähe. Dabei macht sie sich den vielerorts einfachen Zugang zu einem großen Futterangebot zu Nutze, welches vom Menschen in Form eingelagerter Lebensmittel unfreiwillig zur Verfügung gestellt wird.

Aussehen

Hausmäuse besitzen einen Schwanz, der mit einer Länge von 70 bis 100 mm deutlich länger ist als die Hälfte ihres Rumpfes (ca. 70 bis 110 mm). Hierdurch lassen sie sich perfekt von den ansonsten recht ähnlich aussehenden Wühlmäusen unterscheiden, deren Schwanz ausnahmslos deutlich kleiner ist als die halbe Rumpflänge. Die Oberseite ist charakteristisch braungrau, die Unterseite meist etwas heller. Durch ihr geringes Gewicht von nur 20 bis 25 g sind Hausmäuse zudem geschickte Kletterer.

Lebensraum

Wie eingangs erwähnt, halten sich Hausmäuse stets in direkter Nähe zum Menschen auf. Die nachtaktiven Tiere nesten für gewöhnlich unweit der Nahrungsquellen und gehen bei Dunkelheit auf Futtersuche. Weitere Entfernungen nehmen die scheuen Tiere nur in Kauf, wenn entweder die Futterquelle äußerst hochwertig ist oder nähe Nistmöglichkeiten bereits durch andere Mäuse besetzt sind. Da Hausmäuse grundsätzlich Allesfresser sind, kann ein Schädlingsbefall die Verunreinigung oder sogar Vernichtung sämtlicher eingelagerter Lebensmittel zur Folge haben.

Wikipedia : Hausmaus


Waldmaus

Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

Entgegen ihrem Namen lebt die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) nicht etwa in dicht von Bäumen bewachsenen Gebieten, sondern bevorzugt landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen, Hecken, Gräben, Parks oder Gärten. Insbesondere im Winter zieht es die Nager auch in von Menschen bewohnte Häuser, wo sie neben Schutz vor der Kälte auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot finden.

Aussehen

Die Kopf-Rumpf-Länge dieser relativ kleinen Art beträgt ca. 80 bis 100 mm, die Schwanzlänge ist mit 70 bis 115 mm in etwa gleich. Charakteristisch für Waldmäuse sind die deutlich hervorstehenden Augen und Ohren, durch die sie leicht von anderen Arten und Gattungen unterschieden werden können. Die Färbung des Fells ist braun- bis gelbgrau.

Lebensraum

Die nachtaktiven Mäuse sind sehr geschickte Kletterer, was sich vor allem Besitzer von für Immobilien mit Fassadenbegrünung nachteilig auswirken kann. Denn über diese kann die Waldmaus problemlos in den Dachstuhl eindringen und im Haus nach Vorräten wie Getreidekörnern, Mehl, Obst oder Feldfrüchten suchen. Obwohl die Tiere gemeinhin als Einzelgänger gelten, kann es bei ausreichendem Futterangebot zu einem regelrechten Massenbefall kommen, dem entsprechend entgegengewirkt werden muss.

Wikipedia : Waldmaus


Wühlmaus

Wühlmaus verlässt ihren Bau

Wühlmaus verlässt ihren Bau

Ein Befall von Wühlmäusen im Garten wird häufig fälschlicherweise einem anderem vom Menschen als Schädling angesehenen Tier, dem Maulwurf, zugeordnet. Grund hierfür sind die insbesondere von der sogenannten Ostschermaus (Arvicola terrestris) angelegten unterirdischen Gänge, deren Erdauswürfe einem Maulwurfshügel ähneln. Zur effektiven Bekämpfung der Nagetiere ist eine klare Identifizierung allerdings notwendig, die von der Wühlmaus erzeugten Erdhaufen sind deutlich an der weniger stabilen und deutlich flacheren Form erkennbar.

Aussehen

Nach der Bisamratte ist die Ostschermaus mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 130 bis 240 mm die zweitgrößte in Europa heimische Wühlmausart. Die Schwanzlänge beträgt 100 bis 146 mm, das Gewicht bei etwa 130 bis 320 g. Das dichte Fell der Tiere hat oftmals eine dunkle Färbung, selten ist eine hellbraune Fellfarbe. Unterschieden wird bei Ostschermäusen zudem zwischen aquatisch und terrestrisch lebenden Populationen, wobei die terrestrisch lebenden Tiere in der Regel etwas kleiner und leichter sind.

Lebensraum

Ostschermäuse leben überwiegend auf Wiesen, in Gärten und in der Nähe von Flüssen, Bächen und anderen Gewässern. Obwohl sie in der Regel nicht in Wohnhäusern, Garagen, Scheunen oder ähnlichen Gebäuden anzutreffen sind, werden die Tiere werden vom Menschen als Schädling angesehen. Hierfür verantwortlich sind die immensen Fraß- und Wühlschäden, die die Tiere jährlich auf Wiesen, Äckern, Obstplantagen, an Wurzel- und Knollengemüse, Nutzpflanzen hervorrufen.

Wikipedia : Wühlmaus